Uckermark Open in Prenzlau am 21.-22. September 2019

Potsdamer Seglerverein

Die Saison ist fast rum. Bei herbstlichem Wetter mit einem leichten Nieselschauer bei unserer Ankunft am Freitag wurden wir auf dem Gelände des Segel-Club Rot-Weiss in Prenzlau herzlich begrüßt. Die Anfahrt von Süden war aufgrund von Baustellen für einige mühselig. Die Mitglieder des gastgebenden Vereins haben für ein Willkommens-Büfett wieder jede Menge Essbares aufgefahren. Dazu noch ein Getränk und sämtliche Mühsal war vergessen und man war im Wochenende. Der Segelclub Rot-Weiß-Prenzlau ist ein kleiner Verein, der unheimlich viel auf die Beine stellt damit sich alle wohlfühlen. Das haben sie dieses Jahr auch wieder geschafft. Wir hatten jedenfalls das Gefühl, dass alles super geplant wurde und funktioniert hat. 

Zur Eröffnung war man noch zuversichtlich 4 Läufe zu machen. Wir wurden auch gewarnt: „Wer als Dritter in der 1.Wettfahrt um Tonne 1 segelt, schreibt den Bericht!“. Dies wurde nicht nur von mir mit einem kleinen Lachen abgetan. Anscheinend habe ich wohl etwas zu laut gelacht und wurde erst nach der 1. Wettfahrt darauf aufmerksam gemacht. Einige fuhren grinsend an uns vorbei, machten Schreibbewegungen und zeigten auf uns.

Für die erste Wettfahrt war der Wind noch sehr gut von der Stärke, aber schon mit leichten Drehern. Vor uns erreichte die Mannschaft Heidi/Steini aus Lindow, dicht gefolgt von Martina /Annett (SCMA/PSV) die Tonne 1. Ab Tonne 2 war der Spikurs sehr spitz und damit für einige Mannschaften nicht haltbar. Wir hatten das Glück, Boot und Höhe halten zu können und konnten uns somit bis zum Ziel gut absetzen.

Die zweite Wettfahrt – merklich weniger Wind – mit immer stärkeren Drehern und Windlöchern, ließ ein Spitzenfeld von ca. 5 Booten nach Tonne 1 sich absetzen. Nachdem unsere Parkzeit abgelaufen war, ging es endlich weiter. Bis Tonne 3 haben wir den Anschluss wieder geschafft und machten an der Tonne gleich eine Wende. Mit einem günstigen Dreher nach links und einer weiteren Wende, konnten dann Mike Barthel/Claudia Müller (LRS/PSV) und wir die Luvtonne mit einem Windstrich gut anliegen – während das bis dahin vordere Feld verhungerte. Es kamen in dieser Wettfahrt nur 6 Boote innerhalb der Zielzeit von 20 Minuten nach Durchgang des Ersten (Mike/Claudia) ins Ziel.

Danach gab es noch zwei weitere Versuche, eine Wettfahrt zu Stande zu bekommen. Es war aber nicht mehr segelbar und wir durften an Land, was mit Windkraft nicht mehr möglich war und so wurden wir geschleppt. An Land angekommen machten sich die Physiotherapeutinnen bereits warm, um uns eine Seglermassage zu verabreichen – war nicht im Startgeld inbegriffen und musste vorher angemeldet werden, war aber eine Superidee vom Veranstalter!

Nach dem warmen Abendessen ging ab 20:00 Uhr die Party los. Die Band, die aufspielte und eine gute Stimmung entfachte, bestand teilweise oder vielleicht auch ganz aus Vereinsmitgliedern. Eine kleine Tanzeinlage einer attraktiven Tänzerin, die vor 22:00 Uhr ein paar Sachen fallen ließ und zum Schluss noch mehr, rundete den Abend nach eingeforderten Zugaben der Band ab.

Sonntag: früh aufstehen, es war kalt, frühstücken gehen. Nur der See war mit einem Nebeldunst bedeckt. Die am Ufer stehenden Bäume projizierten ihre Schatten in den Nebel. Ein schönes Bild, wenn man Wind nicht mag und nicht zum Regattasegeln angereist wäre. Der Nebel verschwand. Das gegenüberliegende Ufer spiegelte sich im Wasser. Ein schönes Bild, wenn… . 

Startverschiebung an Land. Gegen 11:00 Uhr – endlich – das Wasser kräuselte sich, der Wind kam stabil aus Süd, lang den Unteruckersee herunter wie es besser nicht gehen konnte und wir durften raus.

Es war ein angenehmer stabiler Wind bei sommerlichen Temperaturen. Wir bekamen also noch eine Wettfahrt in der Martina Braune/Annett Hein vor uns ins Ziel kamen.

Diese Regatta ist für Ixylon, Pirat, Opti B und Cadet ausgeschrieben. Mit sehr reger Beteiligung auf zwei Kursen (Jugend und Senior), ist das Abslippen schon sehr speziell. Man übergibt sein Boot an Servicekräfte die es ins Wasser lassen, umdrehen und einem an den Steg bringen, so kommt der Sportler trockenen Fußes auf sein Schiff. Es gibt nur diese eine Slipbahn und es würde anders viel zu lange dauern, um 40 Boote bei diesem seichten Ufer zu Wasser zu bringen.

XY 58 Uwe Hein/Ulf Hollenbach

Die Gesamtplatzierung nach 3 Wettfahrten der PSV-Boote:

  1. Platz Ixylon 58 Uwe Hein/Ulf Hollenbach (PSV/PSV)
  2. Platz Ixylon 59 Martine Braune/Annett Hein (SCMA/PSV)
  3. Platz Ixylon 26 Iven Sponholz/Jan-Ole Höppner (ASVZR)
  4. Platz Ixylon 4343 Mike Bartel/Claudia Müller (LRC/PSV)