Unter Pfauen und Preußen – Winterwanderung des PSV
Am 1. März traf sich eine stattliche Gruppe von über 50 Wandersleuten an der Fähre zur Pfaueninsel zur traditionellen Winterwanderung. Anders als in vielen Jahren zuvor konnte die Einladung tatsächlich unter winterlichen Vorzeichen verschickt werden. Vor Ort zeigte sich das Wetter dann allerdings von seiner freundlichen Seite: Sonne, klare Luft und beste Bedingungen für einen Spaziergang.
Nach der kurzen Überfahrt machten wir uns auf den Weg über die Insel. Steffen Tervoorn hatte im Vorfeld Kontakt zu Kennerinnen und Kennern aus dem Umfeld der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten aufgenommen und führte uns mit vielen kleinen Geschichten durch Landschaft und Geschichte der Insel. Dabei ging es um königliche Sommerfreuden, exotische Tiere, romantische Architektur und die Idee, mitten in der Havel ein Stück idealisierte Natur zu inszenieren.
Die Insel machte ihrem Namen dabei alle Ehre: Pfauen waren tatsächlich zu sehen – mal stolz promenierend, mal etwas weniger majestätisch zwischen den Besuchergruppen unterwegs.
Ein besonders schöner Programmpunkt war die Führung zur „Royal Louise“. Das Segelschiff geht auf ein Geschenk des britischen Königs William IV. an den preußischen König Friedrich Wilhelm III. zurück und wurde 1832 in Woolwich bei London gebaut. Als verkleinerte dreimastige Fregatte diente es der königlichen Familie für Ausfahrten auf den Havelseen – und war damit das erste und lange Zeit einzige Segelboot in unserer Region.
Das Originalschiff existiert heute nicht mehr, doch seit den 1990er-Jahren segelt ein detailgetreuer Nachbau wieder auf den Berliner und Potsdamer Gewässern. Für uns war es ein schöner Moment, dieses Stück regionaler Segelgeschichte einmal aus nächster Nähe zu sehen – zumal wir sonst eher unter Segeln daran vorbeiziehen.
Nach einer ausgiebigen Runde über die Insel führte uns der Weg schließlich zum Wirtshaus zur Pfaueninsel, wo wir den Tag in geselliger Runde ausklingen ließen.
Ein besonderer Dank an Steffen für die Vorbereitung und die ebenso kenntnisreiche wie unterhaltsame Führung – und natürlich allen, die sich an diesem frühen Märzmorgen auf den Weg gemacht haben.












